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491 m Höhe liegt Cocconato, "der Balkon des Piemonts",
bei klarem Wetter hat man hier nämlich einen einzigartigen
Panoramablick über den gesamten Westalpenbogen. Die
schönste Jahreszeit in Cocconato ist aber der Herbst,
wenn sich undurchdringliche Nebelschwaden in den Tälern
des Monferrato ausbreiten. Hoch oben ragt der Ort fast immer
aus den Wolken und bietet eine unbeschreibliche Fernsicht
über die sanften Hügel, von denen nur die höchsten,
meist durch Burgen gekrönten Spitzen aus dem Grau ragen.
Über die Poebene schaut man auf die eindrucksvollen
Alpen. Die charakteristische Pyramide des Monviso und die
ligurischen Seealpen sind an solchen Tagen klar zu erkennen.
Der farbenprächtige Sonnenuntergang ist schließlich
ein absoluter Höhepunkt.

Der Name des Ortes wird vom lateinischen Cum conato abgeleitet,
was nicht anderes als Mühe bedeutet. Durch die Abgeschiedenheit
war der Handel mit den Bewohnern, das Herbeischaffen von
Gütern und Baumaterial äußerst mühsam.
Cocconato konnte sich dadurch jedoch sein sehr stimmungsvolles
historisches Ortsbild bewahren. Napoleon nutzte Cocconato
zur Einrichtung einer optischen Telegrafenstation, die ab
1809 Paris mit Mailand und Venedig verband. Sehenswert ist
auch das mittelalterliche gotische Rathaus in der Via Roma
mit seinen Verzierungen aus Terracotta, einem Laubengang
und einem großzügigen Innenhof.
An der Piazza Statuto und Piazza Cavour finden sich die
wichtigsten Geschäfte, Bars und Restaurants, viele
davon mit historischen Geschäftsschildern. Cocconato
hat 1600 Einwohner.
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